Samstag, 2. März 2013

Hallihalloo!!

Jaa, ich bin auch noch am Leben. :) Man, ich hab wirklich ein schlechtes Gewissen, dass ich mich solange hier nicht mehr gemeldet habe. Aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen.

Vor zwei Wochen hatte ich wohl den längsten  Pals "Tag" ever. Wir hatten "Pals-Sleepover" von donnerstags auf freitags. Da freitags jedoch keine Schule war, hatten wir nach der Übernachtung einen All-Day-Pals-Tag, das hieß für uns Mitarbeiter 26 Stunden am Stück 23 Kinder um uns herum. War super anstrengend, aber hat auch irgendwie Spaß gemacht. Wir haben mit den Kindern Filme geschaut, gebastelt, waren im Park, haben zusammen gegessen, haben ein Haus auf Kartons gebaut, Eis gegessen und eine Tanzparty gehabt. Viel Ruhe und Pause haben uns die Kinder auch nicht gegönnt, nach dem die letzten Kids um halb 1 endlich eingeschlafen waren, waren die ersten auch schon wieder um halb sieben wieder wach. Nach diesem anstrengenden Arbeitstag kam mir mein Texastrip ganz recht.

Gruppenfoto von meinen Texasausflug im Countryclub
Samstag vor zwei Wochen ging es nämlich für mich los ins warme, frühlingshafte Texas, zu meinem Zwischenseminar vom "Freiwilligen Friedensdienst". Mein Flug ging von Alamosa aus und ich muss sagen... der Flughafen in Alamosa besteht aus einem einzigen Raum und ich hab noch nie in einem so kleinen Klapperflugzeug gesessen. Es war Platz für 18 Passagiere und zwei Piloten im "Flugzeug". Nach einem Zwischenstopp in Denver kam ich gegen Nachmittag endlich in San Antonio an, wo ich von Bill und Mary abgeholt wurde. Bill und Mary sind ein älteres, amerikanisches, sehr nettes Ehepaar, die auch mit der UCC (Partnerorganisation vom FFD) Freiwilligendienst leisten. Da alle anderen Freiwilligen erst am Sonntag ankamen, habe ich meinen ersten Abend mit den beiden verbracht. Wir waren in einem deutschen Restaurant in New Braunfels, meinem ersten deutschen Restaurant seit ich hier bin. Das Schnitzel war super. Mary und Bill hatten Sauer-und Schweinebraten und es hat ihnen auch gut geschmeckt.
Marianne und ich in San Antonio :)
Das Zwischenseminar fand im "SlumberFall Camp" in New Braunfels statt, es ist ein Sommercamp mit kleinen Hütten, wo wir es uns gemütlich machen konnten. Meine Mitbewohnerin Marianne war aus Ungarn. Hab mich super mit ihr verstanden. Natürlich war es aber auch schön die ganzen Deutschen wiederzusehen. Und vor allem war es mal schön viel Deutsch zu reden. ;)

Die ganze Gruppe (aus Deutschland, Ungarn, Amerika, Frankreich, Belgien) hat sich gut verstanden und wir hatten eine entspannte und gute Zeit. Es war wirklich wie Urlaub für mich. :) Vor allem das warme Wetter (20°C) war super. An einem Tag haben wir zusammen einen Ausflug nach San Antonio gemacht, wo wir mit hochgekrempelten Hosen und T-Shirt durch die Gegend laufen konnten. Ich habe es so genossen!
Am letzten Abend waren wir alle zusammen, wie es sich für Texas gehört, im Steakhouse und danach tanzen in einem Countryclub. Country ist zwar nicht meine Musikrichtung, aber es hat trotzdem Spaß gemacht mit den anderen zu tanzen. Ansonsten haben wir zusammen in der Sonne gesessen, Film geschaut und gechillt. Leider ging es donnerstags, nach schnellen fünf Tagen, schon wieder zurück ins kalte und verschneite Alamosa.

Gruppenfoto mit meinen Mitfreiwilligen in Santa Fe :)
Aber viel Zeit in Alamosa blieb mir nicht, am nächsten Tag ging meine Reise nämlich schon wieder weiter, auf das Zwischenseminar für die Freiwilligen von La Puente. Dieses Mal ging es mit dem Van nach Santa Fe. Dort sind wir nach drei Stunden Fahrt in unserem Hostel angekommen. In dem Hostel hat jeder für sein Essen selbst gesorgt und man konnte in der Küche kochen. Wir wurden alle in Essensgruppen unterteilt und waren dann zusammen einkaufen. Leider konnte ich dort nur vom texanischen Wetter träumen, es war kalt, hat geschneit und es war windig. Um unser Gruppengefühl zu stärken haben wir natürlich Sachen zusammen unternommen, wir waren im Yoga und im Museum. Trotzdem hatten wir aber auch erstaunlich viel Freizeit. Am Sonntagmorgen ging es auch schon wieder für uns nach Hause und ich war froh als ich mich mal entspannt auf die Couch legen konnte und nichts tun. Reisen ist irgendwie anstrengend. :-P

Am Montag ging dann mein normaler Arbeitsalltag wieder los. Morgens Milagros, nachmittags Pals. Diese Woche haben wir mit den Kindern "Printmaking" gemacht. Die Kinder haben ihr Lieblingstier gemalt und anschließend die Zeichnung auf Papierschaum durchgedrückt. Danach haben sie auf den Schaum Tinte verteilt und dann auf ein farbiges Papier gedrückt. Wir haben sozusagen Stempel selbstgemacht. Mittwochs waren wir in der Universität in Alamosa und haben uns die verschiedenen Vorgehen von den Kunstkursen angeschaut. :) Die Kinder hatten sehr viel Spaß mit dem ganzen Wochenprojekt.

Ich genieße jetzt meinen Samstagmorgen gemütlich im Bett und ich hoffe ihr könnt es euch genauso gut gehen lassen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. :)

Oh, was ich ganz vergessen habe, habe natürlich auch meinen zweiten Rundbrief geschrieben, da die meisten von euch ihn ja nicht bekommen, lade ich ihn euch wieder hoch (wenn ihr auf das Bild drückt, erscheint der Rundbrief größer):

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