Freitag, 26. April 2013


Hallohalloo :)

Ich bin wieder zurück in Alamosa und muss euch natürlich von meinem Trip nach Chicago erzählen. Nach einer vierstündigen, verschneiten, nebeligen Fahrt sind Kaytee und ich am letzten Mittwoch endlich am Flughafen in Denver angekommen. Schon auf der Fahrt erfuhren wir, dass unser Flug Verspätung haben wird, wegen den schlechten Wetterverhältnissen sowohl in Denver, als auch in Chicago. Nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten, haben wir besorgt festgestellt, dass alle Flüge von Denver nach Chicago-Midway storniert wurden. An diesem Zeitpunkt fing bei uns das Hoffen an, dass unser Flug nur mit einer Verspätung davon kommen würde.
Nach drei Stunden braven Warten konnten wir dann  in unseren Flieger ins 2-Stunden entfernte Chicago betreten. :) Glück gehabt!

"kleine Regenpfütze" :-P
Als wir am Flughafen ankamen hat uns Kaytees Freundin vom Flughafen abgeholt und uns glücklicherweise den strömenden Regen, der uns in Chicago erwartete, damit erspart. Unseren ganzen Chicago-Trip konnten wir mit Kaytees alter Organisation, in einem großen Apartment im Westen der Stadt wohnen. Im Apartment wohnen 13 Leute, alles Freiwillige für eine Obdachlosenaufnahme und einen Suppenküche. Wir wurden total nett empfangen und haben mit interessanten Gesprächen unseren Abend ausklingen lassen.

Unseren Donnerstagmorgen haben wir entspannt verbracht und sind dann zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen und Freundinnen von Kaytees alter Organisation Mittagessen gegangen. Danach sind wir ein bisschen durch die Gegend/Nachbarschaft gebummelt.
Gegen Nachmittag kamen wir zurück zum Apartment. Nach einem kurzen Nap haben wir uns zusammen mit zwei Freiwilligen auf den Weg zur Obdachlosenaufnahme (Kaytees alter Arbeitsplatz) gemacht. Und ich muss sagen, es ist total anders als in Alamosa. Im Gegensatz zu Familienzimmer und gemütlichen Speisesaal, schlafen in Chicago 150 Menschen in einem Raum, Bett an Bett aneinandergereiht. Keiner hat Privatsphäre und gegessen wird im Stehen. Für mich war es schon ein kleiner Schock, aber es ist nun mal Großstadt, da gibts viel mehr Obdachlose als in meinem 9000 Einwohner-Alamosa.
Nach zwei Stunden bin ich mit zwei Mitbewohnern nach Hause gefahren und Kaytee ist noch ein bisschen länger geblieben, um mit ihren bekannten Gästen zu quatschen. Bis Kaytee zurückkam bin ich mit Jonas und Patrick (wuhuu zwei deutsche Freiwillige) ein bisschen durch die Nachbarschaft gelaufen und wir wurden von einem hinterlistigen Regenschauer heimgesucht. (Ich hab Regen soo vermisst!).  Als wir zurückkamen waren wir natürlich patschnass und ich hab mich mal wieder ein bisschen erkältet.

Freitags haben wir erst Mal schön ausgeschlummert (ja, sogar ich konnte länger als acht Uhr schlafen ;) ) und sind nach dem Aufstehen haben wir uns zusammen ein bisschen durch die Nachbarschaft gelaufen und sind schließlich im "Bongo Room" zum Brunchen gelandet.*Jamjamjam* Pfannkuchen, gefülltes Croissant und Früchte. :) Nach diesem wundervollen Frühstück haben wir uns ein bisschen mehr mit den Geschäften und Shoppen beschäftigt, wo ich auch schon ziemlich erfolgreich war.
Karin, Kaytee und ich beim Mexikaner :) 
Abends hatten wir dann auch schon unsere nächste Verabredung mit einer ganz wunderbaren Frau: Karin. Karin war als Kaytee letztes Jahr dort gearbeitet hat die Sekretärin der Organisation und ist eine gute Freundin von Kaytee. Unsere Verabredung sollte in einem typisch mexikanischen Restaurant stattfinden und wir gingen einen schönen langen Spaziergang dorthin. Karin hat für uns drei eine Kanne "Magaritas" bestellt und da sie bestellt hat wurde ich auch nicht nach meinen Ausweis gefragt und konnte in der Öffentlichkeit trinken. ;) Die Magaritas und natürlich auch das Essen waren köstlich. Habe den Abend sehr genossen. Nach unserem Magarita-Abend bin ich dann doch leicht angetüdelt ins Bettchen gefallen und konnte sogar ausschlafen.

Unsere Verewigung auf dem Stuhl
'Kaytee + Jana 2013'
Deep Dish Pizza :) 
Kaytee und ich im "Gino's East', im Hintergrund
vollgeschriebene Wände :) 
Dann hatten wir auch schon den dritten Tag angebrochen und es war Zeit für uns endlich  berühmte Downtown Chicagos zu erkunden. Ich wusste gar nicht wo ich zuerst hinschauen sollte. Überall sind Hochhäuser und meine "Ich habe das Stadtleben vermisst"-Gefühle kamen auf. Nach ein bisschen Rumschauen und bummeln gingen wir zu "Gino's East". Ein Restaurant mit "Chicagos bester Deep-Dish-Pizza". Ich wusste ja nicht genau, was mich erwartet, aber das einen ein Stück Pizza so satt machen kann, hätte ich nie gedacht. ;)  Insgesamt ist "Gino's East" sehr eigen gestaltet, es ist ein abgedunkeltes Restaurant mit lauter neuer Musik und überall an den Wänden ist alles vollgeschrieben. So gut wieder jeder hat und darf sich auf den Wänden verewigt. Da konnten Kaytee und ich natürlich nicht 'nein' sagen und haben unsere Namen auf einem Stuhl niedergeschrieben. :P

Vollgemampft bis oben hin haben wir dann unsere Stadttour weitergeführt. Der erste große Sightseeing-Stop führte uns zum Millennium Park in der Mitte der Stadt, wo die weltberühmte riesige Bohne aus Stahl steht. Was ich an diesem "Kunstwerk" wunderschön finde ist, dass das Wetter und die Hochhäuser sich in ihr spiegeln. Natürlich war der Platz voller Touristen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.
Kaytee und ich vor der Riesenbohne

:) 













Ich vor einer der beiden Wasserwände :) 

Ziemlich nah neben der Riesenbohne kann man große "Wasserwände" finden, auf denen immer verschiedene Gesichter von Bewohnern aus Chicago gezeigt werden. Kaytee hat mir erzählt, dass im Sommer der ganze Platz um die Wände herum voll mit Wasser ist, also wie ein kleiner See im Park, aber dafür war es leider noch zu kalt (wie man auf den Fotos sehen kann).
Kaytee und ich vor der Skyline :) 
Auf unserem Weg zum Planetarium kamen wir am "Buckingham Memorial" Brunnen vorbei, der aber leider wegen dem kalten Wetter noch ausgeschaltet war. Aber ich glaube, er ist echt sehenswert im Sommer. An dem riesigen Platz haben wir uns einen schönen Platz im Sonnenschein gesucht und uns ein bisschen vom vielen Laufen erholt. Doch nach dem Kreischen der Möwen   zu urteilen, kamen wir "Lake Michigan" immer näher. Und nach unseren kleinen Pause kamen wir auch kurz darauf an der Promenade an. :) Es war wunderbar, zwar ein bisschen frisch, aber eine sehr tolle Aussicht auf den See. Nach einem langen Spaziergang an der Promenade entlang kamen wir endlich am Planetarium an. Von dort aus kann man perfekt auf die Skyline von Chicago schauen und es war wunderschön.
Nach einem kleinen Zwischenstopp im Apartment ging es für uns auch schon weiter, dieses Mal mit Jonas (dem deutschen Freiwilligen) im Gepäck ging es für uns nach Nord-Chicago, wo Alyssa's (Freiwillige von La Puente) Schwester wohnt. Sie hatte uns in ihre Wohnung eingeladen und was auch sonst, sie war supernett und offen. So haben wir vier entspannt unseren Abend mit eins, zwei Bierchen ausklingen lassen. War echt schön sie kennenzulernen, vor allem weil sie Alyssa im Juni in Alamosa besuchen kommt. :)

wunderschöne Skyline bei Nacht :) 
Unseren Sonntagmorgen habe ich mit einem kleinen Kater verbracht. :-P Muss auch mal sein. Nachmittags haben wir uns dann nochmal mit Karin bei ihr zu Hause getroffen und zusammen Kaffee getrunken. War ein sehr netter Nachmittag mit vielen Lachern. :) War schön sie nochmal vor unserem Flug nach Hause gesehen zu haben. Abends hat uns Jonas angeboten uns mit dem Auto nochmal zum Planetarium zu fahren, dass wir die Skyline nochmal nachts betrachten konnten. Hat mir noch besser gefallen als tagsüber, all die Lichter und der See, die Möwen und es war ausnahmsweise warm. :) Haben bestimmt dort länger als eine Stunde verbracht und viele Fotos gemacht. Danach sind wir noch mit dem Auto ein bisschen durch Chicago gefahren und Chicago ist so schön ! =)

Montag war dann leider schon unser letzter Tag und den haben wir direkt mal um acht Uhr mit einem Frühstück mit Kaytees Freundin Molly gestartet. War zwar lecker, aber viel zu früh, war ja nach drei Tagen gar nicht mehr gewohnt so früh aufzustehen. :-P
Aber Zeit zum Ausruhen hatten wir nicht, denn um neun stand auch schon die nächste alte Freundin von Kaytee vor der Tür. Sie hat vor zwei Monaten ein Baby bekommen und wollte ihn Kaytee unbedingt zeigen. *so süß* :) Aber das der Besuch zweieinhalb Stunden dauert hätten Kaytee und ich beide nicht gedacht. So mussten wir uns nach dem Besuch mit Packen und Aufräumen ziemlich beeilen, da wir um 2 Uhr am Flughafen sein wollten.
Nach einer sehr turbulenten Taxifahrt kamen wir schließlich am Flughafen rechtzeitig an. Kaytee nannte den Fahrstils des Taxifahrers "Chicago-Style", schön und gut, aber der "japanische-nicht-blinkende-ständig-überholende-singende-hupende-viel-zu-schnell-fahrende-Taxifahrer war mir doch ein bisschen suspekt. :D
Dann ging es für uns leider auch schon nach Hause, wir wären so gerne länger geblieben und wir hatten lange noch nicht alles gesehen.

Am Denver Flughafen erwartete uns dann auch schon wieder Schneeregen und Gott-sei-Dank konnte Alyssa uns vom Flughafen abholen (ja, sie ist extra vier Stunden nach Denver gefahren, um uns abzuholen). Auf unserer Fahrt nach Hause hab ich es mir auf der Rückbank bequem gemacht und Kaytee ist nach Hause gefahren, zum Glück. Reisen macht mich immer so müde. ;)

Am Dienstag hat mich als ich morgens um 8 im Milagros stand, der Alltag auch schon wieder eingeholt. Und ich muss sagen, die Pause hat so gut getan. Mit den Kindern arbeiten wir im Moment an einer Pantomimen-Zirkusvorstellung, die wir dann auch im Mai vor Publikum vorführen. Wir haben Löwen, Geparden, Clowns, Seilläufer und starke Männer. Es ist auf jeden Fall sehr amüsant die Kinder anzuschauen.

Am Mittwochabend ist dann Ulli, mein Onkel, in Alamosa angekommen und wir haben uns zusammen zum Abendessen verabredet. Währenddessen haben wir unser Wochenende geplant und morgen um 9 holt er mich ab und wir fahren zusammen in Richtung Colorado Springs. Bin also schon wieder unterwegs. :)

Ich hoffe euch geht es gut und ihr habt ein gutes Wochenende. :)

Mittwoch, 10. April 2013

Hallihallo !! =)

Heute vor einer Woche konnte ich zum ersten Mal, seit ich hier bin, Bowling spielen. Es war 1$ Abend in Alamosas Bowlingalley und so konnten wir günstig einen entspannten, lustigen Abend verbringen, an dem ich trotz meiner nicht vorhandenen Bowlingkünste jede Menge Unterstützung und Spaß hatte. Der Rest meiner letzten Woche ist mal wieder schnell rumgegangen und ich kann kaum glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Heute in 19 Wochen komme ich wieder nach Hause und ich weiß gar nicht so recht, ob ich traurig oder glücklich sein soll, ich bin so zwiegespalten. Klar, freue ich mich euch wiederzusehen, aber ich weiß jetzt schon genau, dass ich meine Freunde und meinen Job hier vermissen werde.
Aber eins weiß ich genau, das Wetter hier werde ich nicht vermissen. Ich melde mich nämlich mal wieder aus  einem winterlichen, verschneiten Alamosa. So depremierend. Ich dachte letzte Woche echt, dass der Frühling eingetroffen ist, aber mein Wunschdenken wurde leider am Montag durch einen Schneesturm zerstört.

Trotzdem habe ich das Wochenende bei schönsten Sonnenschein und Wärme genießen können. Mein Wochenende begann mit einem wunderbaren Abendessen bei Nafisa und ihrer Familie. Habe mich echt gefreut sie alle mal wiederzusehen, vor allem die Zwillinge. Nach leckerem selbstgemachten Curry und Reis haben Nafisa, die Mädels und ich es uns mit einem Nachtisch auf dem Sofa bequem gemacht und Fernseh geschaut. War echt gemütlich und hat Spaß gemacht. Als ich zurück im Murphyhaus ankam waren ein paar Freunde rübergekommen und natürlich waren auch meine Mitbewohnerinnen da und wir haben zusammen den Freitagabend mit einem Bierchen ausklingen lassen. ;)

Kaytee, Jackie und Lauren auf der Dachterasse =)
Meinen kompletten Samstagvormittag und Mittag habe ich mit Jackie, Lauren und Kaytee auf unserem Dachbalkon verbracht. Die Sonne hat geschienen und es war richtig warm. Wir haben gequatscht, uns gebräunt und es uns gut gehen lassen. Nachmittags sind wir dann zusammen zum BrewPub gefahren, um dort zu Mittag zu essen und Basketball zu schauen. Trotz Einladung zu einer Lagerfeuer-Party in einem anderen Freiwilligenhaus sind Eva, Sean, Kaytee und ich zu Hause geblieben und haben Spieleabend gemacht.
Hab mal wieder, genau wie beim Bowling, haushoch verloren. :P Aber was soll's, hat Spaß gemacht. :)

Sweet Radish beim Auftritt :)
Meinen Sonntagmorgen hab ich entspannt im Bettchen verbracht, bis ich mich dann um halb Zwei, mit meinem Fahrrad auf den Weg zu Pals gemacht habe. Pals wurde nämlich dazu eingeladen mit anderen Freiwilligen beim Crop Walk mitzumachen. Crop Walk ist ein Event, wo alle Teilnehmer zusammen drei Meilen (4,8 km) laufen, um somit gegen den Hunger auf der Welt zu demonstrieren. Der Weg ist drei Meilen, weil dies der durchschnittliche Wert ist, wie weit Menschen laufen müssen um an Trinkwasser oder Essen zu gelangen. Nachdem wir alle zurück am Park angekommen waren, gab es kostenloses Barbecue für alle Teilnehmer. Sehr lecker und ich muss sagen: Es war perfektes Wetter zum Grillen. Außerdem hat "Sweet Radish", die Band von meiner Milagros-Mitarbeiterin Morgan gespielt. War, das erste Mal, dass ich sie richtig spielen hören hab und es war super! :)

Montagmorgen war auch noch ganz gutes Wetter, deshalb hatte ich mich dazu entschieden mit meinem Fahrradchen zur Arbeit zu radeln. Wusste ja nicht, dass ein mega Schneesturm Alamosa heimsuchen würde. So konnte ich mein Fahrrad leider bis heute nicht nach Hause fahren. Trotz des eisigen Windes, war ich am Montagabend auf einem Dokumentationsabend in der Uni. Es wurde ein Film gezeigt mit dem Namen "A Place At The Table". Es ist eine Dokumentation von 2013, die über die Armut und vor allem über das Hungerproblem in den USA berichtet. (Wusstest ihr das ca. 50 Mio. Amerikaner nicht genug zu essen haben? Das ist ungefähr 1/6 der amerikanischen Bevökerung!) War sehr interessant und hat meine schlechte Meinung über das amerikanische Sozialsystem noch mehr bestätigt. Vor allem hat es die Wichtigkeit von der Food Bank, dem Shelter und Pals nochmals vorgehoben.

Mit den Kindern können wir leider bei dem schlechten Wetter nicht rausgehen, deswegen haben wir uns natürlich was für drinnen ausgedacht. Haben Film geschaut, Spiele gespielt, gelesen, waren sogar mal für ein bisschen im Park, als das Wetter nicht so schlecht war.
Heute Abend hat aufeinmal wieder die Sonne geschienen und all der Schnee war weggeschmolzen, also hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und hab mein Fahrrad heimgefahren und bin Joggen gegangen.

Noch eine Woche und ich fliege nach Chicago. Bin schon super aufgeregt und freue mich sehr, vor allem auf ein bisschen Urlaub. Werde euch natürlich darüber berichten.
Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche und hoffe ihr habt besseres Wetter als ich. :)



Dienstag, 2. April 2013


Hallöchen :) 

Letzte Woche war wohl die anstrengendste Woche seitdem ich hier angekommen bin. Es war "Springbreak" an Alamosas Grundschule, was für uns als Pals-Mitarbeiter bedeutet "All Day Pals" fünf Tage am Stück. Ich wusste, dass es anstrengend werden würde aber ich hätte nie gedacht, dass ich am Ende der Woche so erschöpft sein würde. Es wäre wahrscheinlich nicht so erschöpfend gewesen, wenn ich die Woche nicht mit einer dieser nervigen Erkältungen angefangen hätte, aber man kann es sich nun mal nicht raussuchen. ;) 

Auf dem Weg zu der Kapelle =) 
Am Montagmorgen sind wir mit 12 unserer Kinder nach San Luis gefahren. Es ist ungefähr vierzig Minuten von Alamosa entfernt und die älteste Stadt Colorados. Dort gibt es einen kleinen Wanderweg hoch zu einer Kapelle, wo am Rande des Weges die verschiedenen Schritte von Jesus Weg zur Kreuzigung erklärt werden. War ein sehr schöner Weg und das Wetter war zwar kalt aber sehr sonnig. Mit jeweils sechs Kindern sind wir den Weg hochgelaufen, der andere Teil der Kinder haben auf eiförmigen Druckschaum Muster geritzt und dann anschließend mit Tinte bestrichen. Dann konnten sie mit einer alten Druckpressmaschine ihre selbskreierten Ostereier auf Papier drucken. Die Kinder hatten viel Spaß und waren stolz auf ihre selbstgedruckten Kunstwerke. 

Dienstags haben wir unseren Tag früher als sonst begonnen, weil wir schon um acht Uhr mit den Kindern an der Uni  von 15 Studenten erwartet wurden. Zusammen mit den Studenten haben die Kinder Sportgruppenspiele gespielt und danach gefrühstückt. Den Nachmittag haben wir mit den Kindern bei tollen Frühlingswetter draußen im Park verbracht. 

Unseren Mittwochmorgen haben wir dann wieder entspannt begonnen. Wir haben zusammen mit den Kindern bei Pals gefrühstückt und sind anschließend mit ihnen zu der Uni gefahren, wo wir uns für zwei Stunden an einer Kletterwand austoben konnten. Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie klettern waren, aber es hat ihnen allen Spaß gemacht und einige konnten gar nicht genug kriegen. Unseren Kletterausflug haben wir dann  mit einer "Pizza Party" beendet. Nachmittags kamen ein paar Studenten vorbei und haben zusammen mit den Kindern Ostereier gefärbt und Ostermasken gebastelt. 

Bishop's Castle 
Am Donnerstag fing mein Tag schon um sechs Uhr morgens an. Zusammen mit 16 Kindern ging es für uns zum "Bishop's Castle". Das ist eine Burg, die von einem ziemlich verrückten Kerl ganz alleine aufgebaut wurde. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir endlich an und wir machten uns gleich auf den Weg die Burg zu erkunden. Sie ist superhoch und besteht hauptsächlich aus Stufen und Steinen. Es war schon beeindruckend, dass ein Mann das alles alleine gebaut hat, aber ich empfand alles als ziemlich provisorisch zusammengewürfelt. Außerdem hab ich Höhenangst und ich glaub das größte Ereignis ist es auf den höchsten Turm zu laufen und die Aussicht zu genießen. Ich konnte es leider machen und hab schließlich meine Kindergruppe an eine andere Gruppe abgegeben und bin mit Tosha und den Kindern, die nicht hoch wollten unten geblieben. 
Am Donnerstagabend war ich einfach nur seelisch und körperlich erschöpft. :-P Es hatten ja nicht nur die Kindern an meinen Nerven gerissen, sondern auch die Höhe und meine Erkältung. Meine Mitarbeiter und ich konnten das Wochenende kaum erwarten.
süße Schildkröte :)




Alligatoren genießen den Sonnenschein 
Freitag war dann endlich der letzte Tag dieser langen "Springbreak"-Woche. Dieses Mal ging es für uns zu der Alligator-Farm, welche ungefähr zwanzig Minuten von Alamosa entfernt ist. Ich hatte eigentlich keine große Erwartungen an die Farm, aber es war wirklich cool da. Es waren nicht nur Alligatoren zu sehen, es gab auch Schildkröten, Geckos, Chamäleons, Schlangen, Fische und Vögel. Habe sogar ein kleines Krokodil hochgehoben und auf meinem Arm gehalten. :) Die Kinder fanden die Farm super aufregend und haben echt Spaß gehabt. Vor allem als wir kleine Krokodilsnacks ins Wasser geworfen haben und die Krokodile es dann schnell aufgemampft haben fanden sie cool. Danach sind wir noch ein bisschen im Park neben der Farm geblieben, wo es Pferde und Ziegen zu sehen gab. Trotz des schönen Tags auf der Farm habe ich mich sehr gefreut, als wir endlich Feierabend hatten und das Wochenende beginnen konnte. 

Das Wochenende ist auch ziemlich schnell und entspannt vorübergegangen. Keine Kinder, keine Arbeit. :) Nach einem langen Spaziergang am Fluss entlang mit Kaytee, Alyssa und Sean, haben wir unseren Nachmittag entspannt zu Hause verbracht und uns schließlich für unseren Partybesuch fertig gemacht. 
Gruppenbild "Springween" =) 
Für uns ging es nämlich zu der exclusiven "Springween"-Party im anderen Freiwilligenhaus in Monte Vista. Springween ist wie eine Halloweenparty nur im Frühling. Was natürlich bedeutet, jeder braucht eine Verkleidung. Ich habe mich dem Motto angepasst und bin als Blumenmädchen gegangen. Ich weiß nicht super kreativ, aber dafür waren die anderen Kostüme umso kreativer. ;) Die Party hat echt Spaß gemacht und es war schön mal wieder Leute zu treffen, die ich sonst nicht so oft sehe. 

Unseren Ostersonntag haben wir mit einen großen Osterbrunch begonnen, typisch amerikanisch gab es natürlich deftig: Bratkartoffeln, Kartoffelbrei mit Bacon, French Toast, Quiche und gebackenen Schinken. Da  das Wetter am Sonntag echt frühlingshaft und sonnig war, haben wir den Rest des Tages draußen verbracht. Dieses Mal zum Glück mit Sonnencreme. ;) Wir haben zusammen Ostereier gefärbt und gechillt. Hab sogar ein bisschen Farbe bekommen. :) 

Da es leider hier in Amerika keinen Ostermontag gibt, hat gestern dann auch wieder mein normaler Arbeitsalltag angefangen. Nach vier Stunden im Milagros und einer Stunde Mittagspause ging es dann für mich wieder zu Pals. Gestern waren wir mit den Kindern im Garten von unserem Boss von La Puente und haben mit ihnen Ostereiersuchen gemacht und ihnen gespendete Ostereiereimer geschenkt. Die Eimerchen waren mit Schokolade, Zahnbürsten, Zahnpastas und anderen Süßigkeiten gefüllt. Die Kinder waren echt aufgeregt und haben sich gefreut.

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Osterfest und ein entspanntes Wochenende und ihr habt noch eine gute Woche. 
:) Bis Bald.